Letztes Update: 24.05.2011

In meinen ersten 5 Wochen kann man nicht wirklich von einem glücklichen Hundeleben sprechen. Mir geschah das, was sich kein Hund wünscht.

Mein ehemaliger Besitzer hat mich einfach ausgesetzt. Er hat mich an ein wildfremdes Gartentor gebunden und fuhr fort. Da sass ich nun, 5 Wochen alt, keine Mama , keine Geschwister und kein Besitzer mehr da, die man kannte. Nur die Leine , das Schild um den Hals auf dem stand, “ Ich heiße Brian, darf ich bei euch bleiben? “ und das kalte, grüne Gartentor. Vor lauter Verzweiflung fing ich an nach meiner Mama zu jaulen, doch ohne Erfolg. Sie kam nicht...

Glücklicherweise, war es nicht irgendein Gartentor sondern das, von Nina, meinem Frauchen. Mein Jaulen blieb jedoch nicht ganz unbemerkt. Das Tor öffnete sich und Nina stand vor mir. Erst war ich mir nicht sicher ob ich diesem Zweibeiner vertrauen kann, doch es stellte sich schnell heraus, dass sie es nur gut mit mir meint. Sie nahm mir das lästige Schild ab und sagte etwas zu mir auf ihrer Menschensprache. Ich wusste nicht genau was es bedeutet, doch ich merkte, dass es etwas Gutes war.

Ich fühlte mich in ihren Armen wohl und wusste, jetzt wird alles gut !!!

Ich durfte bei Nina einziehen. Ein großes Haus mit Garten, perfekt für einen Wirbelwind wie mich. Nach Erstuntersuchung beim Tierarzt, den ich nicht wirklich leiden kann, wurde ich den anderen Hausbewohnern vorgestellt. Alba und Trixie, zwei damals sehr alte Hundedamen und zwei Katzen Namens Vekache und Kamigeta.

Von Tag zu Tag wurde das Leben immer schöner und interessanter, ich lernte immer mehr neue Dinge kennen und Frauchen fing auch langsam an mit mir seltsame Sachen zu trainieren. Sitz, Platz und so was. Ich machte immer brav mit, da es daraufhin was leckeres als Belohnung gab.

Als ich 8 Wochen war besuchten wir einen Welpenstunde. Da habe ich viele andere Hunde getroffen und konnte mich austoben. Mit dem erreichen des 6 Lebensmonats, wurde es ein wenig ernster. Ich durfte nichtmehr zu den Welpen, nein, Frauchen sagte jetzt sei Unterordnung angesagt. Naja, dachte ich, dann eben Unterordnung, Hauptsache etwas mit meinem Frauchen zusammen. Frauchen und ich trainierten fleißig für die Begleithundeprüfung und 2006 war es soweit, der Termin der Prüfung stand fest. Am Tag der Prüfung war Frauchen sehr nervös, doch kein Problem für mich, ich habe alles geschaukelt und somit haben wir perfekt bestanden. Frauchen war richtig stolz auf mich.

Als ich dachte besser kann ein Hundeleben gar nicht sein, entdeckten Frauchen und ich für uns Agility. Der perfekte Sport für uns. Wir trainierten hart, dass wir auch bald auf Turniere konnten.

Doch meine Freude sollte unterbrochen werden, als Frauchen eine Anzeige erhielt, sie würde illegal einen sogenannten “ Kampfhund “ besitzen. Somit war Agility erstmal hinten angestellt worden. Papiergram musste erledigt werde, ich musste einem Amtstierarzt vorgestellt werden, eine Halteerlaubnis musste beantragt werden, ein Sachkundenachweis wurde benötigt und da war auch noch der so gefürchtete Wesenstest. Wir trainierten mal wieder fleißig und bestanden so auch diese Prüfung ohne Beanstandung. Ab sofort durfte mein Frauchen mich führen, ohne Angst vor der Polizei zu haben.

Wir widmeten uns wieder unserer gemeinsamen Leidenschaft, dem Agility. Konnten auch endlich in Turnieren zeigen was wir drauf haben. Mittlerweile starten wir in der A3 und versuchen Qualifikationen für Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften, German Classics usw. zu sammeln.